Die Weinberge mit dem schönsten Blick auf Dresden...

...bieten auch weinbaulich beste Voraussetzungen für ausgezeichnete Weine.

Lutz Müllers Weinberge am Lingnerschloss und am Schloss Albrechtsberg basieren auf den Anfängen des Weinbaues in Dresden am Elbhang. Mit dem Jahrgang 1998 hat der begeisterte Hobbywinzer begonnen, eigenständigen Wein vom Dresdner Elbhang zu erzeugen, den man auch auf seinem Weinberg - dem Weinberg mit dem schönsten Blick auf Dresden - genießen kann. Durch ihn wurde 1997 auch die alte Weinbergsfläche am Schloss Albrechtsberg aufgerebt und so konnten am 14. Oktober 2000 nach etwa 130 Jahren erstmals wieder Trauben der Sorte Riesling geerntet werden.

Zur Geschichte der Weinberge

Um 1660 begannen kurfürstliche Beamte mit der Aufrebung am Dresdner Elbhang. Das Gesuch des Geheimen Kammerschreibers Jakob Gerhardt und des Kammerdieners Christoph Brückner an ihren Dienstherrn, Kurfürsten Johann Georg II., den Elbhang in Loschwitz weinbaulich zu nutzen, fand nicht nur Freunde. Auch damals tobte in den Amtsstuben die Intrige, so dass nicht nur sie, sondern auch weitere sechs Beamte Nutznießer des kurfürstlichen Erlasses wurden, der eine Aufrebung dieses Hanges genehmigte.

Die Geschichte des Eigentumswechsels an den Weinbergsflurstücken ist lang, wechselvoll und sehr interessant. Bis um 1803 Lord Findlater im Bewusstsein der sehr guten Weinbergslagen wie auch des einzigartigen Charakters des Elbhanges, Grundstücke zusammmenkaufen ließ, um sich auch dort wohnlich niederzulassen. Er selbst wohnte im jetzigen Kavaliershaus am Schloss Albrechtsberg, starb jedoch schon 1806.

Im Verlaufe folgender Jahre erkor sich Prinz Albrecht, ein Spross des preußischen Herrscherhauses und Bruder des späteren Kaisers Wilhelm I., diese Flächen als ständigen Wohnsitz, da er aufgrund einer nicht standesgemäßen Ehe nicht mehr am Hof geduldet wurde. Dank auch der tüchtigen Aktivitäten der Familie des Kammerherrn von Stockhausen, wurde ein Großteil der Flächen zusammen geführt und die bekannten Schlösser konnten gebaut werden.

Aber die steigende Bautätigkeit am Hang, die immer größere Bedeutung solcher Konkurrenzgetränke wie Kaffee, Tee und Kakao, die ständig verbesserte Logistik, um Weine aus anderen Regionen Europas zu beziehen sowie nicht zuletzt das Auftreten der Reblaus brachten den Weinbau am Elbhang praktisch zum Erliegen. Zwei Weltkriege taten ein Übriges.

Resultierend aus einer Initiative des damaligen "Dresdner Club" haben Weinbergbegeisterte 1987 mit unendlich viel Mühe den Weinberg am Lingnerschloss (Villa Stockhausen) wieder urbar gemacht und aufgerebt. Am Weinberg in Wachwitz wurde im gleichen Jahr mit der Aufrebung begonnen. Bereits Anfang der achtziger Jahre hatten Unentwegte angefangen, den Königlichen Weinberg in Pillnitz wieder seiner ursprünglichen Bestimmung zuzuführen.

All dies ging zurück auf gewaltige private Initiativen, die von großer Begeisterung, einer sinnvollen und aktiven Freizeittätigkeit und auch von tiefen Verständnis für diese einzigartige Kulturlandschaft "Dresdner Elbhang" getragen wurden.

weiterlesen: Kleine Geschichte des Dresdner Weines

Weinproben Dresden